Dies ist keine Übung!

Einer meiner jugendlichen Mandanten ist mir richtig ans Herz gewachsen. Er ist was impulsiv und denkt manchmal nicht nach, was zu mittlerweile etwa 17 Jugendstrafverfahren führte. Bisher konnte sich schlimmeres Unbill abwenden lassen, seit einiger Zeit ist sogar fast so etwas wie Ruhe eingekehrt. Keine nächtlichen Anrufe mehr („Bin festgenommen!“), keine Hausdurchsuchungen.

Heute um 09:00 Uhr hatten wir einen Termin. Um 08:29 Uhr klingelt das Telefon in der Kanzlei und der kleine…äh..Franz ist dran.

„Frau Braun, es tut mir echt voll leid. Es klingt total doof, aber meine Muter hat mich zu Hause aus Versehen eingesperrt und ich erreiche sie nicht. Bin hier gefangen. Können wir den Termin verschieben?“

FreiheitWir haben dann herzlich gelacht und vermuten, dass dies eine kleine Vorübung für den bevorstehenden zweiwöchigen Arrest sein soll.

Genug Nahrung hat er, das habe ich erfragt.

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4 Antworten auf Dies ist keine Übung!

  1. Die Frage ist doch, ob man das auf den Arrest anrechnen lassen kann! 🙂

  2. Johannes sagt:

    Hausarrest im klassischen Sinne; da hat der Knabe wohl was ausgefressen…. 😉

  3. Gast sagt:

    Ein Minderjähriger eingesperrt? Und was ist, wenn es jetzt brennt?? Entweder Sie geben sofort zu, dass Sie dem Knaben eh kein Wort geglaubt haben, oder Sie müssen umgehend die Feuerwehr anrufen.

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