Enttäuschte Narren in Braunschweig

Am Wochenende war ich zu Besuch in der Weltstadt Braunschweig, unter anderem zu einem konspirativen Treffen mit dem Verteidigerkollegen Siebers.

Was ich als Karnevalsmuffel nicht wusste: Braunschweig ist quasi das Köln Norddeutschlands, eine Hochburg des Narrentreibens. Und ich verirre mich dahin! Der Kollege war schon in froher Erwartung auf die mit solchen Großveranstaltungen einhergehenden Mandate, aber daraus wurde leider nichts

Der geplante Umzug, vor dem ich schnell zurück nach Hamburg geflohen bin, fand wegen einer Terrorwarnung allerdings nicht statt. Der Spiegel berichtet:

„Als die Nachricht kam, trauten viele Narren ihren Ohren nicht: Polizisten fuhren am Sonntagmorgen durch die Straßen der Braunschweiger Altstadt und teilten mit, dass der Karnevalsumzug nicht stattfinden werde. Nicht nur die norddeutschen Narren fragen sich nun: Wie konkret war die Drohung? Wie groß die Gefahr eines Anschlags? Klar ist: Die Braunschweiger Polizei erhielt am Samstagabend einen Hinweis. Der kam vom Innenministerium in Hannover. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE hatte sich zuvor ein V-Mann des niedersächsischen Verfassungsschutzes gemeldet, der seit Jahren als Informant arbeitet und besonders zuverlässig sein soll. Er stammt aus der Salafistenszene Wolfsburg/Braunschweig. In Sicherheitskreisen heißt es, der Mann habe mitgeteilt, dass beim Karnevalsumzug ab 13 Uhr auf dem Altstadtmarkt mit einem Anschlag zu rechnen sei. Der Umzug hätte eigentlich um 12.20 Uhr beginnen sollen. Namen möglicher Täter oder eine Vorgehensweise nannte der Informant demnach nicht.“

(Quelle: www.spiegel.de)

 

Die Enttäuschung bei den Karnevalisten muss groß gewesen sein. Der Berichterstattung zufolge war der Hinweis auf einen geplanten Anschlag so konkret, dass es zu der Absage des Umzugs keine Alternative gegeben habe.

„Die Staatsanwaltschaft Braunschweig leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt ein wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Hannover den Fall übernommen, weil es dort eine Zentralstelle für derartige Delikte gibt. Die Ermittlungen führt das niedersächsische Landeskriminalamt.“

(Quelle: www.spiegel.de)

 

Copyright: © DoraZett - Fotolia.com

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Persönlich hätte ich eine Absage des Valentinstags auch nicht schlecht gefunden, aber das nur nebenbei. Hier in der Kanzlei ist übrigens narrenfreie Zone.

Das Telefon ist allerdings für einen Montag verdächtig ruhig.

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2 Antworten auf Enttäuschte Narren in Braunschweig

  1. Alau und Helaaf. Von wegen narrenfrei!

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