Lebenslange Freiheitsstrafe für Yagmurs Mutter

Landgericht Hamburg: Lebenslange Freiheitsstrafe für Mutter von Yagmur

Heute Vormittag bemerkte ich riesige Menschenmengen im Strafjustizgebäude und war froh, schnell wieder weg zu können. Das Urteil im Fall des Mädchens Yagmur hat das Landgericht die Mutter des Mädchens zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der „Spiegel“ berichtet:

 

 

„Fast ein Jahr nach dem Tod der dreijährigen Yagmur hat das Landgericht Hamburg die Mutter des Mädchens wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.Der Vater, der das Kind nach Ansicht des Gerichts nicht vor den Misshandlungen der Mutter schützte, muss wegen Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen vier Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.“

(Quelle: www.spiegel.de)

Die Staatsanwaltschaft hatte beantragt, die besondere Schwere der Schuld festzustellen, was das Gericht in seinem Urteil jedoch nicht getan hat. Die Mutter kann daher darauf hoffen, nach 15 Jahren aus der Haft entlassen zu werden.

„Bestürzung lösten in dem Fall auch die Versäumnisse der Behörden aus. Yagmur war seit ihrer Geburt vom Jugendamt betreut worden. Bereits im Januar 2013 wurde sie nach Misshandlungen im Krankenhaus behandelt. Ein Rechtsmediziner erstattete Anzeige, die Staatsanwaltschaft ermittelte.“

(Quelle: www.spiegel.de)

© jonasginter Fotoalia

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Ein neues Highlight journalistischer Berichterstattung habe ich auf der Seite der Hamburger Morgenpost gefunden. Diese ist der Meinung, dass die Staatsanwaltschaft das Urteil verkündet habe. Mensch, Mopo, solche grundlegenden Dinge könnte man richtig machen. Richter, das sind diese Typen in schwarzer Robe vorne (!!).

 

Die stehen dann sogar auf und sagen so Sachen wie „Im Namen des Volkes“ und so. Staatsanwälte haben auch eine schwarze Robe mit Samt am Kragen an, verkünden aber keine Urteile. Sie plädieren und beantragen irgendwas. Sooo schwer ist es doch nicht!

P.S. Die Strafakte war schneller und berichtet auch über das Urteil.

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