Was zieh ich bloß an?

Kürzlich erschien irgendwo ein Artikel mit Kleidungstipps für Gerichtstermine. Leider finde ich den Link nicht mehr, nur einen Älteren. Der geschätzte Kollege Kury hat dem Stern einmal etwas zur Kleidung von Beate Zschäpe erzählt und zum Auftreten vor Gericht allgemein erzählt, siehe hier.

Das Thema fand ich sehr schön, denn auch ich sage meinen Mandanten, dass sie bitte mit gewaschenem Hals und in angemessener Kleidung erscheinen sollen. Was angemessen ist, hängt auch ein wenig von dem Vorwurf ab. Ich stimme dem Kollegen Kury zu, die Kleidung sollte so wenig Möglichkeiten zur Bewertung des/der Angeklagten bieten, wie nur möglich.

kleidungErlebt habe ich schon – fast – alles: Mandaten, die wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angeklagt waren im Shirt mit „Legalize it“ Aufdruck; vermeintliche Betrüger mit Rolex und im Anzug von Brioni. Die Heiratschwindlerin mit Unmengen von Schmuck. Im Nachbarsaal war kürzlich ein Herr mit einem Shirt mit dem Aufdruck „I love violence“. Man kann nur hoffen, dass es sich nicht um ein Verfahren wegen Körperverletzung handelte.

Der Kapuzenpullover mit „ACAB“ im Verfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ist auch schon fast ein Klassiker.

Als Anwältin habe ich es einfacher, die Robe ist einfach praktisch. Figurfreundliches schwarz passt zu allem, klasse.

 

 

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3 Antworten auf Was zieh ich bloß an?

  1. nvb sagt:

    Ich habe mal einen (zugegeben älteren) Kollegen erlebt, der trug seine Robe unter seinem Blouson. Das sah auch nicht so hip aus:)

  2. Pingback: Wochenspiegel für die 46. KW, das war der Betrug des Anwalts, die Kleidung des Anwalts und die RSV als Anwalts Ärgernis…. – Burhoff online Blog

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